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Passagiere auf jüdischem Kulturschiff in Berlin beschimpft

Passagiere auf jüdischem Kulturschiff in Berlin beschimpft
Das Kulturschiff MS Goldberg liegt im Hafen an der Schiffbauergasse. (Archivbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa
Von: DieBrandenburger News
Im Sommer verlässt das Theaterprojekt seinen Stammplatz und schippert über Berlins Gewässer. Dabei soll es zu heftigen Szenen gekommen sein.

Nach Beschimpfungen gegenüber Gästen und Beschäftigten des jüdischen Kulturschiffs MS Goldberg auf dem Berliner Wannsee ermittelt die Polizei wegen Volksverhetzung. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz hat den Fall überkommen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zuvor hatten die «Jüdische Allgemeine» und der «Tagesspiegel» berichtet. 

Der Polizei liegt nach Angaben des Sprechers eine Anzeige des Kulturschiffs vor. Demnach soll es am 25. Juli, dem letzten Tag der diesjährigen Gastspiele auf Gewässern der Hauptstadt, zu dem Vorfall gekommen sein: Dabei soll ein Mann, der ein Motorboot steuerte, Passagiere des Schiffs antisemitisch beschimpft haben. 

Es existiert ein Videoausschnitt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darauf ist unter anderem zu hören, wie der Mann ruft: «Ich hoffe, dass ihr dieses Jahr das letzte Mal da wart.» Und: «Fahrt zum Gazastreifen. Guckt euch eure Morderei da an.» Zuvor soll sich der Mann antisemitisch geäußert haben, schreibt der «Tagesspiegel» unter Berufung auf Augenzeugen. 

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Beschimpfung auch per Mail

Am Tag des Vorfalls sei eine anonyme Mail mit ähnlichem Wortlaut im Postfach der MS Goldberg eingegangen, schilderte ein Teammitglied des Kulturschiffs. Auch auf Facebook erhielt das Team Post: «Gut, dass der Wannsee wieder sauber ist», schreibt ein Mann zur Ankündigung des Kulturschiffs über das Ende des Gastspiels. Das Profil zeigt ein Foto von einem Mann, der der Mensch auf dem Motorboot sein könnte.

Der Intendant des Kulturschiffs, Peter Sauerbaum, sagte dem «Tagesspiegel»: «Wir werden uns natürlich durch solche Angriffe nicht einschüchtern lassen.» Es gelte weiterhin, mit verschiedenen Kulturveranstaltungen auf dem Schiff Vorurteile zu überwinden und damit gegen Antisemitismus, Rassismus und Homophobie vorzugehen.

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