Die Berliner Linke fordert, Angebote zur Verhinderung von Queerfeindlichkeit auszubauen und die Streichung entsprechender Fördermittel zurückzunehmen. Außerdem müsse der islamistische Anschlag am Rand des Christopher Street Day (CSD) lückenlos aufgeklärt werden, erklärten Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp und die beiden Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximillian Schirmer. Sie legten einen 5-Punkte-Plan zum Schutz queeren Lebens in Berlin vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
«Der islamistische Terroranschlag galt der queeren Community und traf zugleich unsere offene und vielfältige Demokratie mitten ins Herz. Es sind noch viele Fragen zum Anschlag offen, die aufgeklärt werden müssen», sagte Eralp. Dazu gehöre, warum der Attentäter trotz der Einstufung als Hochrisiko-Gefährder nicht engmaschiger überwacht worden sei und warum er trotz seines kriminellen Vorlebens aus der U-Haft entlassen worden sei.
Wichtig ist aus Sicht der Linke außerdem, Präventionsmaßnahmen gegen Queerfeindlichkeit auszubauen und ausreichend zu finanzieren. Sie müssten vor allem da ansetzen, wo toxische Männlichkeit, soziale und familiäre Prägungen, religiöser Fundamentalismus, Rechtsextremismus oder völkisch-rassistische Weltanschauungen zu Queerfeindlichkeit beitragen.