SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach fordert entschlossene Maßnahmen gegen das Kultur- und Wirtschaftszentrum Russisches Haus in Berlin und bringt das Thema in die Enteignungsdebatte im Wahlkampf ein. Für einen Seitenhieb gegen die Linke ließ sich Krach vor der Einrichtung in der Friedrichstraße mit einem Pappschild in der Hand fotografieren. Darauf steht «Hier können wir enteignen, liebe Linke! Seid ihr dabei?»
Hintergrund des Angebots, das Krach bei Instagram und der Plattform X veröffentlichte, ist der Streit mit der Linkspartei um Enteignungen von Immobilienkonzernen. Die Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, hatte sie im «Stern» zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung in Berlin gemacht.
Krach hält davon wenig und meinte, dann müsse die Linke alleine in Berlin regieren. Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp bekräftigte in einem «Welt»-Interview die Pläne, versuchte aber zugleich zu beschwichtigen: «Wir sind im Wahlkampf und es ist legitim, dass alle ihre Positionen darstellen, das ist noch kein Unfrieden.»