Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) spricht sich wenige Tage vor der Landtagswahl dafür aus, das Recht auf Asyl abzuschaffen und löst damit eine Kontroverse aus. «Das individuelle Recht auf Asyl ist im Grundgesetz nicht mehr nötig, weil wir nach den Regeln der Genfer Flüchtlingskonvention ohnehin Menschen, die verfolgt werden, Schutz gewähren», sagte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) dem «Handelsblatt». «Deshalb befürworte ich, im Grundgesetz die Genfer Flüchtlingskonvention als Institutsgarantie zu verankern.»
Grüne und Linke reagieren empört auf den Vorstoß Stübgens kurz vor der Landtagswahl am Sonntag, die auch im Zeichen eines möglichen AfD-Siegs steht. Im Grundgesetz-Artikel 16a heißt es: «Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.»