Weil er unter einem Beitrag zu einer Demonstration gegen den Gaza-Krieg auf Instagram den Holocaust verharmlost hatte, ist ein 40-Jähriger zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Mann der Volksverhetzung durch Verharmlosung der NS-Verbrechen schuldig.
Der Angeklagte, der Anfang 2013 wegen der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland namens «Deutsche Taliban Mudschahedin» zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden war, hatte den Kommentar zugegeben und bereut. Er sei im Netz «wie in einer Bubble» und emotional aufgewühlt gewesen. «Niemals war es meine Absicht, den Holocaust zu verharmlosen», sagte der 40-Jährige. Es tue ihm leid, «dass es so rübergekommen ist».