Ein Großteil der deutschen Wählerinnen und Wähler mit Migrationshintergrund vertraut eher Parteien aus dem Spektrum Mitte-Links. Lediglich bei Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion und ihren Nachkommen haben CDU und CSU einen relativ guten Stand, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (Dezim) in Berlin zeigt.
Schwache Konjunktur und Preisanstieg sind größte Sorge
Was die Forscher außerdem herausgefunden haben: Die Sorgen der Wahlberechtigten mit und ohne Einwanderungsgeschichte ähneln sich. Die schwächelnde deutsche Wirtschaft und die Inflation ist für alle Deutschen derzeit das Problemfeld Nummer eins.
Die Daten zeigen zudem, dass Menschen mit Migrationshintergrund besonders häufig befürchten, Opfer einer Straftat zu werden. Dabei spielen nach Einschätzung der Autoren auch die materiellen Lebensumstände eine Rolle: «Prekäre wirtschaftliche Umgebungen und mangelnder Wohnraum sind oft mit einer höheren Kriminalitätsrate verbunden», heißt es in der Studie.