Immer wieder Neukölln: Die Linken im Bezirk machen regelmäßig von sich reden, bringen die Landesspitze in Erklärungsnot und liefern der CDU die Steilvorlagen, auf die sie im Wahlkampf nur gewartet hat. Jüngstes Beispiel ist die Wahl von Ahmed Abed als Kandidat für das Amt des Bezirksbürgermeisters. Abed, dem mehrfach israelfeindliche Positionen vorgehalten wurden, ist Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung in Neukölln und inzwischen Co-Fraktionsvorsitzender.
Über den Bezirk hinaus machte er im Oktober beim Besuch des Bürgermeisters aus Neuköllns israelischer Partnerstadt Bat Yam Schlagzeilen. Abed zeigte deutlich, was er davon hielt, den israelischen Politiker, der rechtskonservativen Likud-Partei von Premierminister Benjamin Netanjahu angehört, im Neuköllner Rathaus zu empfangen: gar nichts.
Im Zusammenhang mit den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen nach dem Terrorangriff der Hamas warf er ihm Völkermord vor. Abeds Auftritt im Rathaus wurde unter anderem von Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und der CDU-Opposition scharf kritisiert.