Berlins AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker hat insbesondere mit scharfen Angriffen auf die CDU und ihren Regierenden Bürgermeister Kai Wegner den Anspruch bekräftigt, selbst ins Rote Rathaus einziehen zu wollen. «Sie können es einfach nicht», sagte Brinker mit Blick auf die Christdemokraten am Abend bei einer AfD-Kundgebung vor dem Regierungssitz.
«Hier in Berlin wollen wir auch stärkste Kraft werden - und wir schaffen das», ergänzte sie, begleitet vom Trillerpfeifenlärm und lauten Protestrufen aus dem Kreis der Gegendemonstranten. «Wir werden die blaue Wende schaffen.»
Brinker kritisierte, die CDU habe vieles angekündigt, aber wenig davon umgesetzt - von der Wirtschaftspolitik bis zur Zahl der Einbürgerungen, die sie als viel zu hoch bezeichnete.
Beim Thema innere Sicherheit wies die AfD-Politikerin auf Messerangriffe oder Gewalttaten mit Schusswaffen in Berlin hin und forderte Konsequenzen: «Schluss mit den langen Wartezeiten vor Gericht, Schluss mit der Kuscheljustiz.» Sie sprach sich außerdem dafür aus, Kriminelle ohne deutsche Staatsbürgerschaft müssten das Land so schnell wie möglich verlassen.