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Brandenburg gedenkt des DDR-Volksaufstands vom 17. Juni 1953

Bei einer Gedenkveranstaltung im Landtag wurde der Opfer des DDR-Volksaufstandes vor 73 Jahren gedacht. (Symbolbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa
Bei einer Gedenkveranstaltung im Landtag wurde der Opfer des DDR-Volksaufstandes vor 73 Jahren gedacht. (Symbolbild) / Foto: Michael Bahlo/dpa

Landtag und Landesregierung erinnern an den DDR-Volksaufstand am 17. Juni 1953 und mahnen zur Verteidigung von Freiheit und Demokratie.

Der Landtag und die Landesregierung von Brandenburg haben an den DDR-Volksaufstand am 17. Juni vor 73 Jahren erinnert. Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) betonte, dass der Volksaufstand ein «Schlüsselereignis» und wichtiges Zeichen für den Wunsch nach Freiheit und Demokratie gewesen sei. 

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte laut einer Mitteilung anlässlich des Gedenkens: «Das Aufbegehren der mutigen Bürgerinnen und Bürger am 17. Juni 1953 ist kein ferner Geschichtsakt. Es ist Mahnung an uns heute: Freiheit und Demokratie müssen verteidigt werden und sind alles andere als selbstverständlich.»

Gewaltsame Niederschlagung der Proteste

Rund eine Million Menschen waren in der DDR vor 73 Jahren in rund 700 Orten gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße gegangen. Aus spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. 

Die DDR-Führung und sowjetische Besatzungstruppen beendeten die Proteste mit Gewalt. Mindestens 55 Menschen wurden getötet, 15.000 weitere wurden verhaftet, rund 1.500 von ihnen später verurteilt.

Liedtke: Können stolz sein auf Verfassung

Die brandenburgische Landtagspräsidentin Liedtke sagte bei der Gedenkveranstaltung: «Wie mutig treten wir heute für Demokratie ein, nutzen wir unsere Freiheit zur Gestaltung eines guten, glücklichen Lebens? (...) Wir haben doch eine gute Verfassung, freie Wahlen, unabhängige Gerichtsbarkeit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit, Reisefreiheit, Redefreiheit. Darauf können wir stolz sein im Osten Europas, in einem historisch gewachsenen Miteinander.»

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