Sie prägten das historische Bild der deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg: Dunkle Stiefel kommen mehr als 80 Jahre nach Kriegsende in einem Massengrab in Westpolen zum Vorschein. In der ein bis eineinhalb Meter tiefen Grube fällt der Blick sofort auf sie. Absatz und Lederschaft sind noch gut erhalten.
Ein Bagger rattert. Archäologen legen mit Schaufeln und Pinseln nach und nach die Gebeine toter Soldaten frei - nur etwa zehn Meter vom Gartenzaun eines Wohnhauses entfernt. Das Team des Vereins Pomost (deutsch: Brücke) kann an einem heißen Julitag die sterblichen Überreste von insgesamt 31 Kriegstoten in dem kleinen Ort Łośno bergen.