Himmelbeobachter können am 12. August gleich zwei Naturschauspiele beobachten. Erst gibt es eine Sonnenfinsternis, dann regnet es Sternschnuppen. Planetarien wissen, wo es sich in dieser besonderen Astro-Nacht lohnt, in den Himmel zu starren. Das hängt aber immer auch vom Wetter ab.
Was soll wann zu sehen sein?
Ab etwa 19.15 Uhr beginnt die partielle Sonnenfinsternis über Potsdam, wie der Verein Urania mitteilte. Kurz nach 20.00 Uhr soll sie das Maximum erreicht haben: «85 Prozent unseres Heimatsterns sind dann hinter dem Mond verschwunden, und nur noch eine leuchtende Sichel knapp über dem Westhorizont bleibt.»
Eine totale Sonnenfinsternis ist in Brandenburg nach Einschätzung der Fachleute aber nicht zu sehen.
Was bietet die Nacht zum 13. August noch?
Nach Sonnenuntergang sausen die Perseiden über den Himmel - «der schönste Sternschnuppenstrom des Jahres», wie das Planetarium in Potsdam schwärmt. Die Sternschnuppenaktivität soll in der Nacht zum 13. August besonders gut zu sehen sein.
Ihren Ursprung haben die Perseiden im Kometen 109P/Swift Tuttle. Wenn die Erde jedes Jahr im August dessen Staubspur kreuzt, verglühen die Teilchen in unserer Atmosphäre und erscheinen als Meteore. Der Name Perseiden kommt nur daher, dass der scheinbare Ausstrahlungspunkt am Himmel im Sternbild Perseus liegt.
Wo treffen sich Astro-Fans?
Zahlreiche Vereine und Experten laden in Brandenburg zur Astro-Nacht ein. Wichtig: Zum Schutz soll man eine spezielle Finsternisbrille aufsetzen.
Das Urania-Planetarium und der Nachbarschaftsverein «StadtrandELFen» wollen beide Ereignisse auf der Habichtwiese im Norden Potsdams begleiten. Teleskope stehen dann bereit. Auch ein Lagerfeuer und Musik sind in der besonderen Astro-Nacht geplant.
Auch die Sternenfreunde in Herzberg im Elbe-Elster-Kreis organisieren eine gemeinsame Astro-Nacht und stellen Teleskope bereits. Treffpunkt ist ab 19. Uhr das Gelände des Schützenvereins.
Vorträge und offene Sternwarte
Zur Sternschnuppennacht können Interessierte nach vorheriger Anmeldung auch die Übungssternwarte der Uni Potsdam besuchen. Astrophysiker erklären den Sternenhimmel, wie es hieß. Auch am Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam gibt es Vorträge.
Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin bietet am 12. August zur «Langen Nacht der Astronomie» ein Programm mit Live-Stream zur Sonnenfinsternis, Vorträgen, Workshops und anderen Mitmachaktionen.
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