Die Geschichte des Plattenbaus in Deutschland beginnt im Jahr 1926 in einer Wohnsiedlung mit kleinen roten Häuschen im Osten Berlins. Hier in der Splanemann-Siedlung im Ortsteil Friedrichsfelde steht die erste Plattenbausiedlung des Landes.
Mit nur zwei Geschossen, spitzen Dächern, Sprossenfenstern und kleinen Vorgärten sehen die Häuser eher nach Reihenhaus als nach Betonklotz aus. Doch hinter der roten Fassade steckt eine Technologie, die auch 100 Jahre später das Bild zahlreicher Wohnsiedlungen in Ost und West prägt: große vorgefertigte Betonplatten, schnell und kostengünstig zusammengebaut.
Das Verfahren war wegweisend für die Großsiedlungen, die in großem Stil ab den 70er Jahren in Deutschland aus dem Boden gestampft wurden, vor allem in der DDR, etwa in Berlin-Marzahn, Halle-Neustadt oder Leipzig-Grünau.
Aber auch in der BRD wurde Platte gebaut, große Siedlungen gibt es zum Beispiel in München-Neuperlach oder Köln-Chorweiler. In der DDR waren die Wohnungen in den Hochhäusern sehr beliebt und galten als modern.