Die Vorschläge der Rentenkommission treffen bei vielen Ministerpräsidenten auf überwiegend Zustimmung, vereinzelt aber auch Kritik. Einige Länderchefs fordern Nachbesserungen in Details - trotz des Wunsches der Bundesregierung, das Konzept eins zu eins umzusetzen.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bezeichnete vor Beratungen der Ministerpräsidenten in Berlin das Gesamtpaket als «ausgewogen, weil es sozusagen eine Antwort darauf gibt, wie wir in die Zukunft gehen wollen». Einzelne Fragen müssen man sich natürlich anschauen. Der SPD-Politiker nannte hier das geplante Aus für Minijobs oder den Vertrauensschutz bei der Abschaffung der vorgezogenen abschlagsfreien Rente nach 45 Berufsjahren.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach von einem «guten Aufschlag» durch die Rentenkommission. «Der muss jetzt auch schnell umgesetzt werden. Aber für mich gilt immer ein Gesamtpaket», sagte der CDU-Politiker. NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) warb dafür, die Vorschläge «als Paket weiterzubearbeiten und nicht auseinanderzupflücken. Es muss für alle Generationen Stabilität sein», sagte er.