Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin zum Eintreten für Selbstbestimmung und Sicherheit queerer Menschen auf. «In einer offenen Gesellschaft muss es allen möglich sein, ihren eigenen Weg zu gehen», schrieb das Staatsoberhaupt in einem Gastbeitrag für das Portal «Zeit Online» mit Blick auf CSD-Veranstaltungen in mehreren deutschen Städten an diesem Wochenende. Diese gelte «nicht nur ohne Angst, sondern auch mit Stolz; nicht nur im privaten Raum, sondern auch in der Öffentlichkeit.»
Steinmeier erklärte, der islamistisch motivierte Anschlag in Berlin sei «ein Anschlag auf uns alle, auf unsere offene Gesellschaft» gewesen. «Anscheinend können wir es nicht oft genug sagen: Nach unserer Verfassung und Überzeugung haben alle das Recht, über sich selbst zu bestimmen, gerade da, wo es um das Innerste jedes Menschen geht, um den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, um Liebe und Partnerschaft, um Körperlichkeit und Sexualität.»