Zehn Monate vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl starten SPD und Linke den Wahlkampf: Für die Sozialdemokraten will Spitzenkandidat Steffen Krach der CDU das Rote Rathaus abjagen, für die Linke geht die Juristin Elif Eralp ins Rennen um das Amt der Regierenden Bürgermeisterin. Beide wurden am Wochenende auf Parteitagen nominiert. Beide sehen als Topthema bezahlbare Mieten. Und auch sonst ist ihre Ausgangsposition nicht unähnlich.
Krach und Eralp noch wenig bekannt
Die oft zerstrittene Berliner SPD stellte sich am Samstag beim Parteitag in Friedrichshain einstimmig hinter Krach. Der 46-Jährige war zwischen 2014 und 2021 Staatssekretär für Wissenschaft in Berlin und danach Regionspräsident in Hannover. SPD-Landeschefin Nicola Böcker-Giannini nannte ihn einen Kandidaten «mit Erfahrung und Strahlkraft». Bei den Bürgerinnen und Bürgern muss sich Krach aber erst noch bekannt machen.
Das gilt auch für Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken. Sie wurde bei einem Parteitag in Lichtenberg per Akklamation gekürt, also allein durch Klatschen und ohne Abstimmung. Die 44-jährige Juristin sitzt seit 2021 im Abgeordnetenhaus und ist dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Migration und Antidiskriminierung.