Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, ihre Partei mit einem Frontalangriff auf die schwarz-rote Landesregierung auf den Wahlkampf eingestimmt. «Ich will Berlin bezahlbar machen. Kai Wegner macht genau das Gegenteil», sagte sie beim Landesparteitag der Linken in Berlin-Lichtenberg über den Regierenden Bürgermeister von der CDU. «Und deswegen gehört er abgelöst, und das Rote Rathaus muss endlich wirklich rot werden.»
Wegner habe den Blick für die Menschen verloren und sei in seinem Amt völlig überfordert. Statt die Mieten zu senken, habe der Senat zugelassen, dass sie selbst bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen gestiegen seien, kritisierte Eralp. «Es wäre verdammt nochmal Wegners Job, Druck zu machen gegen Sozialkürzungen», sagte Eralp und forderte, Wegner solle sich auf Bundesebene für eine Vermögensteuer starkmachen.
Die Linken-Landesvorsitzende Kerstin Wolter sagte: «Wir haben das erste Mal in der Geschichte die realistische Chance, die Bürgermeisterin zu stellen. Und das ist historisch.» Wolter sieht das positiv: «Wir sind bereit für eine Bürgermeisterin», sagte sie. «Was glaubt ihr, was hier los ist, wenn wir im September die Bürgermeisterin stellen werden. Dann wird die Republik Kopf stehen.»