Zum zweiten Mal nach 2019 ist die AfD bei der Europawahl stärkste Kraft in Brandenburg geworden und hat deutliche Zugewinne erzielt. Sie erreichte nach dem vorläufigen Ergebnis 27,5 Prozent, wie die Landeswahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte. Die CDU wurde mit klarem Abstand zweitstärkste Kraft, danach folgte das Bündnis Sahra Wagenknecht mit einem zweistelligen Ergebnis. Diese neue Partei, die erstmals antrat, überholte die SPD, die Verluste hinnehmen musste. Die stärksten Einbußen erlitten Linke und Grüne.
Rund 2,1 Millionen Bürger waren am Sonntag in Brandenburg zur Europawahl und zu den Kommunalwahlen aufgerufen. Die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen fiel mit 67,5 Prozent deutlich höher aus als 2019.
Die AfD legte im Vergleich zur Europawahl vor fünf Jahren um 7,6 Punkte zu und setzte sich deutlich ab. Dahinter folgte die CDU mit 18,4 Prozent der Stimmen. Die SPD kam auf 13,1 Prozent und verschlechterte sich um 4,1 Punkte. Das BSW zog aus dem Stand heraus mit 13,8 Prozent an den Sozialdemokraten vorbei. Die Linke erhielt 4,4 Prozent der Stimmen und stürzte im Vergleich zu 2019 besonders stark ab (minus 7,9 Punkte). Auch die Grünen sanken in der Wählergunst und kamen auf 6 Prozent. Ganz anders das Ergebnis beim Nachbarn Berlin: Hier wurden die Grünen stärkste Kraft.