Vier Monate vor der Landtagswahl schaltet die CDU in den Wahlkampfmodus. Die Partei hat in einem Wahlprogramm ihre politischen Ziele festgelegt - damit will sie sich von ihren bisherigen Koalitionspartnern SPD und Grüne abgrenzen. Die Christdemokraten um den Spitzenkandidaten Jan Redmann wollen die Wähler unter anderem mit einer anderen Bildungspolitik überzeugen, eine kostenlose Meisterausbildung im Handwerk ermöglichen und Polizei-Kompetenzen ausweiten.
Die Menschen hätten die Wahl zwischen der CDU oder «einer müden, selbstverliebten SPD, weltfremden Grünen und einer AfD, die sogar ihre Großmutter nach Russland oder China verkaufen würde», sagte Redmann am Samstag bei einem Kleinen Parteitag in Potsdam. «Ich möchte auch in zehn Jahren noch stolz auf meine Heimat sein. Dafür müssen wir jetzt aufs Gaspedal treten und uns als Politik anstrengen, es besser zu machen und endlich die Probleme lösen.» Der Landesausschuss der CDU beschloss in Potsdam einstimmig das Wahlprogramm.
Der Landes- und Fraktionsvorsitzende Redmann favorisiert eine Regierung ohne Beteiligung der Grünen. Er wünsche sich Koalitionen, «wo die Gemeinsamkeiten der Partner größer sind und sie deshalb eine bessere Politik aus einem Guss machen können». Die Grünen lehnten Pläne der CDU für mehr Möglichkeiten zur Videoüberwachung ab.