Wegen der vorgezogenen Bundestagswahl Ende Februar drohen Einschränkungen in Berlins Bürgerämtern. In Anbetracht des damit verbundenen straffen Zeitplans werde es sicherlich notwendig sein, auf Mitarbeiter aus anderen Arbeitseinheiten zurückzugreifen, sagte der Sprecher der zuständigen Staatssekretärin Martina Klement dem «Tagesspiegel».
Aus Bürgerämtern wird Personal abgezogen
Weil damit Personal aus den Bürgerämtern abgezogen wird, ist mit negativen Auswirkungen beim Angebot für die Bürger zu rechnen. In Friedrichshain-Kreuzberg solle das Bürgeramt in der Frankfurter Allee ab dem Jahresende als Wahlamt genutzt werden, sagte der zuständige Bezirksstadtrat Oliver Nöll. «Es wird zu Einschränkungen kommen und weniger Termine geben.»
Der zuständige Stadtrat in Spandau, Gregor Kempert, sieht das ähnlich: «Da kommt einmal mehr eine extrem hohe Belastung auf das Amt für Bürgerdienste zu», sagte er der Zeitung. «Das kann bis dahin führen, dass wir einen Standort eventuell kurzzeitig schließen müssen.»