Drei Ministerposten will das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD in Brandenburg bekommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen. Zuvor hatten «B.Z.» und «Bild» darüber berichtet. Das BSW strebt an, das Innen- oder das Finanzministerium zu erhalten - beides sind Schlüsselressorts - und zeigt sich auch offen für das Bildungsressort. Die bisherige rot-schwarz-grüne Landesregierung hat neun Ministerien plus Staatskanzlei, davon besetzt die SPD vier plus Staatskanzlei.
Wenn das Wahlergebnis des BSW ins Verhältnis gesetzt werde zu dem der SPD, sei das «eine gute Zahl», sagte BSW-Landeschef Robert Crumbach der Deutschen Presse-Agentur. Bisher gibt es aber noch keine Festlegung, wie die Ministerien verteilt werden. «Das kommt zum Schluss», sagte SPD-Generalsekretär David Kolesnyk. «Es muss erstmal über Inhalte Einigkeit bestehen.» Dabei zeichnen sich Streitpunkte ab, aber auch Themenfelder, bei denen sich beide Parteien einigen können. Viele Punkte waren noch offen, weil die Arbeitsgruppen noch berieten.