Führende Vertreter des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) in Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben die politische Brandmauer gegenüber der AfD als «gescheitert» bezeichnet. In einem Gastbeitrag für die «Berliner Zeitung» schreiben John Lucas Dittrich, Co-Landesvorsitzender des BSW in Sachsen-Anhalt, und Friederike Benda, Landesvorsitzende des BSW in Brandenburg, die Brandmauer sei «das Symbol einer erfolglosen politischen Strategie, die unser Land tief gespalten hat». Hinter diesem Bollwerk sei die AfD «stets gewachsen».
Die beiden BSW-Politiker kritisieren, zahlreiche «vernünftige oder realistische Positionen» seien in den vergangenen Jahren kampflos der AfD überlassen worden, darunter die Kritik an Corona-Maßnahmen. Die Brandmauer diene als «Disziplinierungsinstrument» und solle verhindern, dass Union und AfD kooperierten. Benda ist beim Bundesparteitag an diesem Wochenende von der Bundesspitze als Vize-Vorsitzende nominiert. Dittrich kandidiert nach Angaben eines Parteisprechers als Beisitzer im Parteivorstand.