Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke glaubt nicht an eine unbegrenzte Erfolgswelle der AfD. «Wo ich meine, wir müssen uns mehr zur Wehr setzen, also deutlicher werden, auch nach außen, ist dieses Narrativ der Unbesiegbaren, was jetzt von der AfD verbreitet wird», sagte die SPD-Politikerin. «Ich bin immer noch überzeugt, dass es sehr viele Wählerinnen und Wähler gibt und auch Nichtwähler, die der AfD nahestehen, die aber nicht auf ewig bei der AfD bleiben werden.» Sie könnten durch viel Erklären und Gespräche vor Ort verstehen, was Demokratie bedeute.
Die Landtagspräsidentin lehnt eine reine Ausgrenzung der AfD ab. «Zusammenarbeit ja, wenn es um die Sache geht», sagte Liedtke. «In dem Moment, wo Ideologie dazu kommt, gibt es natürlich keine Zusammenarbeit.» Die SPD-Politikerin ergänzte: «Abgrenzung, sage ich ja, Ausgrenzung, sage ich, nein. (...) Ausgrenzung macht immer den anderen stark.» Liedtke steht seit 2019 an der Spitze des Landesparlaments.