SPD und BSW in Brandenburg betreten politisches Neuland: Die Sozialdemokraten um Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und das Bündnis Sahra Wagenknecht starten am Montag in ihre Koalitionsverhandlungen. Das Ziel, nach der Landtagswahl im September eine rot-lila Regierungskoalition zu schmieden, ist ein Novum in Deutschland: Das Anfang des Jahres gegründete BSW ist erstmals im Landtag vertreten. Dagegen stellt die SPD seit 1990 den Regierungschef in Brandenburg.
Verhandler treffen sich in Potsdamer SPD-Zentrale
Zum Auftakt der Koalitionsgespräche kommt am Montagvormittag die sogenannte Hauptgruppe, die aus zwölf Mitgliedern besteht, in der SPD-Landeszentrale in Potsdam zusammen. Die Parteien tagen hinter verschlossenen Türen und wollen verhindern, dass in den kommenden Wochen viel nach draußen dringt.
An der Spitze der Hauptgruppe stehen die Parteichefs Woidke und Crumbach. Außerdem gehören von der SPD unter anderem Finanzministerin Katrin Lange und Generalsekretär David Kolesnyk dem Team an. Für das BSW ist etwa die stellvertretende Bundesvorsitzende Friederike Benda und Detlef Tabbert, Bürgermeister von Templin in der Uckermark, dabei.
Vier Arbeitsgruppen verhandeln über Fachthemen
Es gibt außerdem vier Arbeitsgruppen, in die SPD und BSW jeweils drei Verhandler schicken. Sie kümmern sich um diese Fachthemen:
1. Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport
2. Inneres, Kommunales, Digitalisierung, Justiz, Migration, Europa
3. Wirtschaft, Energie, Arbeit, Integration, Gesundheit, Soziales
4. Infrastruktur, Landwirtschaft, Umwelt