Mit einem Frontalangriff auf die schwarz-rote Landesregierung hat die Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, die Partei auf den Wahlkampf eingestimmt. «Ich will Berlin bezahlbar machen. Kai Wegner macht genau das Gegenteil», sagte sie beim Landesparteitag der Linken in Berlin-Lichtenberg über den Regierenden Bürgermeister von der CDU. «Und deswegen gehört er abgelöst, und das Rote Rathaus muss endlich wirklich rot werden.»
Wegner habe den Blick für die Menschen verloren und sei in seinem Amt völlig überfordert. Statt die Mieten zu senken, habe der Senat zugelassen, dass sie selbst bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen gestiegen seien, kritisierte Eralp und das vor dem Hintergrund der aktuellen Politik der Bundesregierung. «Es wäre verdammt nochmal Wegners Job, Druck zu machen gegen Sozialkürzungen», sagte Eralp und forderte, er solle sich für eine Vermögensteuer starkmachen.
Harte Kritik an Wegner
«Er lässt die Menschen im Stich. Es muss endlich Schluss sein mit Wegner und Co.», so die Linken-Spitzenkandidatin, die den CDU-Politiker nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus im Roten Rathaus ablösen will.
Eralp kündigte an, die Linke werde sich auch mit den Immobilienkonzernen anlegen, einen Mietendeckel für die kommunalen Wohnungsunternehmen einführen und ein Landesamt für Mieterschutz schaffen, das gegen Mietwucher vorgehen soll. «Und wir werden den Volksentscheid für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen umsetzen.»
Mit Blick auf die Wahlchancen der Linken sagte sie: «Wir werden das beste Ergebnis holen, das die Linke in Berlin je eingefahren hat.» Es gehe darum, ein neues Kapitel aufzuschlagen und gemeinsam Geschichte zu schreiben.
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