In Berlin lässt sich der Wahlkampf schon bald nicht mehr übersehen. Bisher haben viele Hauptstädter noch gar nicht registriert, dass in sieben Wochen Wahlen zum Landesparlament und zu den Bezirksverordnetenversammlungen sind. Wenn ab Sonntag an Zehntausenden Laternenmasten zwischen Spandau und Marzahn Plakate mit den Fotos von Kandidatinnen und Kandidaten oder mehr oder weniger griffigen Slogans hängen, dürfte sich das ändern.
Allein die sieben bekanntesten Parteien wollen nach eigenen Angaben mit zusammen fast einer Viertelmillion Wahlplakaten für sich werben. Damit beginnt endgültig die heiße Phase des Wahlkampfs. Er hat diesmal noch an Spannung gewonnen, weil die CDU als Wahlgewinnerin von 2023 ihren Spitzenkandidaten kurzfristig austauschen musste und die fünf bisher im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien in den Umfragen vergleichsweise dicht beieinander liegen.