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Beamtenbund warnt: Blackout wie in Berlin überall möglich

100.000 Menschen waren von dem Stromausfall in Berlin betroffen. / Foto: Michael Kappeler/Dpa/dpa
100.000 Menschen waren von dem Stromausfall in Berlin betroffen. / Foto: Michael Kappeler/Dpa/dpa

Tagelang kein Strom und kalte Wohnungen – was viele Berlinerinnen und Berliner erlebten, kann laut dem Chef des Beamtenbunds dbb auch andere Orte treffen. Und das jederzeit.

Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, hält einen Blackout im Ausmaß des mehrtägigen Berliner Stromausfalls jederzeit auch in anderen Städten für möglich. «Berlin hat gezeigt, dass man nicht auf Krisen dieser Art vorbereitet ist. Das ist eine Katastrophe», sagte Geyer der «Rheinischen Post». Es gelte dringend zu überprüfen, ob die Kontrollmechanismen und die gesetzlichen Vorgaben ausreichten, die für Betreiber kritischer Infrastruktur gelten. 

«Was in Berlin passiert ist, kann jederzeit an anderen Orten passieren – in Köln, in Stuttgart, in München. Der Staat darf sich aber nicht derart vorführen lassen», warnte Geyer. Die Bevölkerung erwarte gerade in Krisensituationen einen handlungsfähigen Staat. 

Als Ursache für die Hilfslosigkeit des Staats nannte der dbb-Chef die Privatisierung der kritischen Infrastruktur. «Nehmen Sie die Energieversorgung, das Telekommunikationsnetz, die Bahn. Jüngstes Beispiel ist die Autobahn GmbH. Die ist zwar noch in staatlicher Hand, aber der Staat hat keinen direkten Eingriff mehr», sagte Geyer. 

Der Brandanschlag vermutlich von Linksextremisten auf Stromkabel hatte von Samstag bis Mittwoch zu einem großflächigen Stromausfall im Berliner Südwesten geführt. Rund 100.000 Menschen waren mitten im Winter ohne Strom, Heizung, Internet und Mobilfunk.

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