Das Anne Frank Zentrum in Berlin befürchtet Rückschläge im Kampf gegen Antisemitismus wegen geplanter Einschnitte im Bundesprogramm «Demokratie leben!». Denn auch die Förderung des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus werde nach derzeitigen Plänen des Familienministeriums nach 2027 nicht fortgesetzt, erklärte Direktorin Veronika Nahm. «Die Änderungen im Programm 'Demokratie leben!' bedrohen die dringend benötigte, ganzheitliche Antisemitismusprävention und -bekämpfung.»
Familienministerin Karin Prien (CDU) hatte Korrekturen in dem Programm angekündigt, weil das Verhältnis aus Mitteleinsatz und Ergebnis nicht stimme. Demnach sollen die Förderungen von als 200 Projekten zum Jahresende auslaufen und die Förderrichtlinien überarbeitet werden. Grundsätzlich könnten sich bisher geförderte Institutionen danach neu bewerben.