Der Streit um einen besseren Schutz vor antisemitischer Diskriminierung zwischen einem jüdischen Studenten und der Freien Universität Berlin (FU) geht in eine neue Runde. Lahav Shapira akzeptiert die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin nicht, das seine Klage gegen die FU abgewiesen hatte. Seine Anwälte haben am Montag die Berufungsbegründung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) eingelegt, wie sie mitteilten.
«Uns überzeugt die Argumentation des Verwaltungsgerichts nicht», sagte Shapiras Anwältin, Kristin Pietrzyk, der Deutschen Presse-Agentur. Die Richter hatten im März die Abweisung der Klage damit begründet, dass das Berliner Hochschulgesetz die Universität zwar dazu verpflichte, Diskriminierung vorzubeugen und zu beseitigen – individuell einklagbare Rechte sehe es aber nicht vor.
Wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Thematik ließ das Gericht eine Berufung zur nächsthöheren Instanz zu. Wann der Fall vor dem OVG verhandelt wird, ist offen.