Der Umgang von Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) mit dem Partizipationsgesetz soll Thema im Rechtsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses werden. Dem Gremium liegen entsprechende Anträge der Fraktionen von Linke, AfD und Grünen für die nächste Sitzung am 25. März vor, wie dpa erfuhr. Zuvor will der Grünen-Abgeordnete Sebastian Walter das Thema bereits im Ausschuss für Integration und Gleichstellung ansprechen.
Badenberg hatte Bedenken gegen die Berliner Praxis geäußert, Bewerber mit Migrationshintergrund für Stellen im Landesdienst zu bevorzugen. Sie hält dieses Vorgehen für verfassungswidrig. Die CDU-Politikerin stützt sich auf eine Einschätzung der Fachabteilung ihres Hauses sowie ein Gutachten von externen Experten. In der Folge stoppte sie das bisherige Vorgehen der Generalstaatsanwaltschaft Berlin.
Dies hatte laut «Tagesspiegel» in der Praxis bereits Folgen: Badenberg griff im Herbst 2025 in ein inhaltlich abgeschlossenes Auswahlverfahren ein und verhinderte die Einstellung zweier Bewerberinnen mit Migrationshintergrund. Das ergibt sich aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Politikers Walter, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.