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CSD-Anschlag: Polizei stellt nahe dem Tatort Poller auf

CSD-Anschlag: Polizei stellt nahe dem Tatort Poller auf
Im Berliner Tiergarten stellen Polizisten Poller auf, um die Durchfahrt von Autos zu verhindern. / Foto: Sven Kaeuler/dpa
Von: DieBrandenburger News
Bei dem Terroranschlag fuhr der Attentäter mit einem Auto in den Tiergarten. Welche Konsequenz die Polizei nun zieht.

Rund um den Ort des Terroranschlags am Rande des CSD im Berliner Tiergarten erhöht die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen. Beamte stellten an Zugangswegen schwere Poller auf, so dass dort kein Auto mehr durchkommt. Die Poller sollen aber nicht dauerhaft dort bleiben.

Das Vorgehen gehöre zu polizeilichen Maßnahmen anlässlich einer Gedenkveranstaltung für die Anschlagsopfer am Sonntag und weiterer angekündigter Versammlungen in der direkten Umgebung, teilte die Polizei auf dpa-Anfrage mit. 

Die Poller sind demnach Teil eines «gesamtheitlichen Sicherheitskonzeptes» und sollen nach jetzigem Stand temporär, also zeitlich begrenzt, im Tiergarten stehen. «Vergleichbare Maßnahmen für zukünftige Einsatzlagen können jedoch nicht ausgeschlossen werden», hieß es. 

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Senatorin: Große Veranstaltungen bleiben

Berlin bleibt nach Einschätzung von Innensenatorin Iris Spranger auch nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) eine Stadt großer Veranstaltungen und Versammlungen. «Wir lassen uns durch Gewalt und Terror nicht einschüchtern und tun alles dafür, dass die Menschen in unserer Stadt sicher friedlich demonstrieren und zusammenkommen können», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

«Die Sicherheit und der Schutz von Menschen auf Veranstaltungen und Versammlungen stehen für Berlin an erster Stelle.» Um den Schutz solcher Events zu verbessern, sei auch Geld in die Hand genommen worden. «Allein 2024 und 2025 hat mein Haus mehr als fünf Millionen Euro für hunderte neue, mobile Zufahrtsschutzelemente bereitgestellt.» Gleichwohl könne es keine hundertprozentige Sicherheit geben, sagte Spranger.

SPD-Fraktionschef Raed Saleh dringt auf eine genaue Aufarbeitung des Anschlags. «Ich erwarte eine lückenlose Aufklärung», sagte er. «Ansonsten gibt es einen Untersuchungsausschuss.»

Mahnwache geplant 

Am Sonntag am Tatort eine Mahnwache für die Opfer des Anschlags geplant, zu der unter anderem der Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg einlädt. Angemeldet sind laut Polizei 1.000 Teilnehmer. «Der Anschlag hat die queere Community weit über Berlin hinaus tief erschüttert», schrieb der Verband in seiner Einladung. Die Mahnwache biete Raum für Trauer und gemeinsames Gedenken. Sie solle zugleich zeigen, dass Gewalt gegen queere Menschen benannt, verfolgt und wirksam bekämpft werden müsse.

Bei dem Terroranschlag am vergangenen Samstag am Rande des Christopher Street Days (CSD) hatte der 21-jährige Attentäter mit einem Fahrzeug mehrere Passanten angefahren, bevor er - vermutlich mit einer Machete - weitere Menschen verletzte. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt, sieben von ihnen schwer. Der Islamist wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen, als sie ihn in einer Kleingartenkolonie stellten.

Polizei hat ein «offenes Ohr»

Die Polizei bot Hilfe an. «Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen weiterhin im Großen Tiergarten für alle Menschen bereit, die Unterstützung oder einfach ein offenes Ohr brauchen», teilte sie mit. «Niemand muss mit seinen Sorgen oder seiner Trauer allein sein. Sprechen Sie unsere Einsatzkräfte vor Ort an - wir nehmen uns Zeit, hören zu und helfen, wo wir können.»

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