Logo DieBrandenburger News
Nachrichten / Gesellschaft

BSW will Friedensappell und verteidigt Botschafter-Einladung

BSW will Friedensappell und verteidigt Botschafter-Einladung
Die BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag hat den russischen Botschafter Sergej Netschajew zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen. (Archivbild) / Foto: Fabian Sommer/dpa
Von: DieBrandenburger News
Die BSW-Fraktion lädt zu einer Ausstellungseröffnung in den Landtag auch den russischen Botschafter ein. Das stößt auf Kritik und Skepsis.

Nach Kritik an der Einladung des russischen Botschafters zu einer Ausstellungseröffnung hat der BSW-Fraktionsvorsitzende im Landtag das Vorgehen verteidigt. Es gehe um einen Appell «an alle Seiten, aus der Eskalations- und Aufrüstungsspirale auszusteigen, die Waffen schweigen zu lassen und die Interessen des jeweils anderen zu respektieren», sagte Niels-Olaf Lüders in Potsdam. CDU-Fraktionschef Jan Redmann kritisierte die Einladung an den russischen Botschafter Sergej Netschajew als «kalkulierten Tabubruch». 

Mehr aus dieser Kategorie

Ausstellung «Krieg und Frieden» 

Zur Eröffnung der Ausstellung «Krieg und Frieden» im Landtag mit Werken der Künstler Hans und Lea Grundig lud die BSW-Fraktion Botschaftsvertreter mehrerer Staaten ein, darunter Russland, die Ukraine und die USA. Der russische Botschafter sagte nach Angaben der Fraktion zu, ebenso Vertreter von Belarus und Ungarn. Hans und Lea Grundig, die vor dem Zweiten Weltkrieg der Kommunistischen Partei angehörten, wurden von den Nationalsozialisten verfolgt. 

Aufforderung nicht direkt an Botschafter Russlands gerichtet 

Der BSW-Fraktionsvorsitzende Lüders sagte, er werde sich nicht ausdrücklich mit einer Forderung an den russischen Botschafter wenden, Russland solle umgehend aus der Ukraine abziehen. «Es entspricht halt nicht unserem Ansatz, andere Staaten zu beurteilen, zu verurteilen.» Er hätte sich auch gewünscht, dass noch mehr Botschaftsvertreter die Einladung angenommen hätten. 

Abgrenzung bei der SPD - Unterstützung von der AfD 

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und Empfehlungen des Auswärtigen Amtes zu offiziellen Veranstaltungen stößt die Einladung an den russischen Botschafter auf Kritik. Auch der Koalitionspartner SPD grenzte sich davon ab. AfD-Fraktionschef Hans-Christoph Berndt sagte dagegen: «Dass da der russische Botschafter auch ist, finde ich gut.» 

Die Leihgeberin der Kunstwerke, Marie Heiner, appellierte im Landtag in Potsdam, das Töten und Zerstören endlich zu beenden. Zu sehen sind in der Ausstellung etwa Radierungen und Lithografien des Künstler-Paares Grundig.

Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieBrandenburger News
Artikel von

DieBrandenburger News

DieBrandenburger News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.