Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg geht wieder verstärkt gegen die befristete Vermietung von Wohnungen vor. Erstmals seit 2021 hat er eine entsprechende Nutzung für sieben Wohnungen in einem sogenannten sozialen Erhaltungsgebiet untersagt, wie das Bezirksamt mitteilte.
Damals hatte der Bezirk nach einem solchen Schritt zunächst auf den Ausgang eines Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht gewartet. Die Klage wurde den Angaben zufolge Anfang dieses Jahres zurückgenommen.
Wohnen auf Zeit entziehe dem ohnehin angespannten Wohnungsmarkt weitere Wohnungen. Hinzu komme, dass befristete Mietverhältnisse nicht an den Mietspiegel gebunden seien.
Die Mieten seien daher für einen großen Teil der Bewohner sozialer Erhaltungsgebiete nicht erschwinglich. Solche auch Milieuschutzgebiete genannten Bereiche eines Bezirks sollen die Verdrängung von Bewohnern verhindern, die begrenzte finanzielle Möglichkeiten haben.