Brandenburgs Finanzminister Daniel Keller (SPD) will in angespannten finanziellen Zeiten über den kompletten Kauf der Förderbank des Landes deutlich mehr Investitionen ermöglichen. «Die Herausforderungen der kommenden Jahre werden wir nur mit hohen Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Innovation, Gesundheit, Energiewende, Wohnungsbau und Wachstum bewältigen», sagte Keller. «Jedoch werden wir diese Investition nicht allein aus dem Landeshaushalt stemmen können.» Die Förderbank soll sich weiterentwickeln und verstärkt Kredite vergeben statt Zuschüsse, die nicht zurückfließen.
Bisher hält die NRW-Bank, die Förderbank von Nordrhein-Westfalen, 50 Prozent des Stammkapitals der Investitionsbank Brandenburgs (ILB). Die Brandenburger Landesregierung will alleinige Eigentümerin werden und die Anteile der NRW-Bank übernehmen. Der Kaufpreis liegt laut Ministerium bei 170 Millionen Euro. Außerdem solle das Eigenkapital von derzeit 780 Millionen Euro um je 500 Millionen Euro in den Jahren 2027 und 2028 erhöht werden. Der Landtag muss noch über die Transaktionen entscheiden.