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421.000 reaktivierte Kennzeichen in Brandenburg seit 2012

421.000 reaktivierte Kennzeichen in Brandenburg seit 2012
Kennzeichen mit Heimatbezug sind bei vielen Autofahrern beliebt. (Symbolbild) / Foto: picture alliance / ZB
Von: DieBrandenburger News
SRB, BER und SFB - wiederbelebte Kfz-Kennzeichen sind gefragt. Für viele Menschen bedeuten die Ortskürzel laut einer Studie auch ein Stück Heimat.

Wieder eingeführte Autokennzeichen mit alten Ortskürzeln sind beliebt: In Brandenburg sind seit dem Jahr 2012 rund 421.000 solcher Nummernschilder vergeben worden. Das geht aus einer Zählung der Hochschule Heilbronn auf Grundlage von Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes hervor.

Am häufigsten wurden demnach die Kennzeichen KW für Königs Wusterhausen mit rund 39.500 Fahrzeugen, SRB für Strausberg mit rund 32.600 und BER für Bernau mit rund 30.800 Fahrzeugen genutzt. Es folgen SFB für Senftenberg und EW für Eberswalde mit jeweils rund 25.500 Fahrzeugen.

Seit 2012 dürfen Landkreise und kreisfreie Städte zusätzliche Buchstabenkombinationen auf den Nummernschildern zulassen und haben davon reichlich Gebrauch gemacht. Bislang sind vor allem alte, durch Gebietsreformen weggefallene Kennzeichen wieder eingeführt worden.

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Heimatgefühl am Auto 

Die wiederbelebten Nummernschilder weckten bei vielen Bürgern Heimatgefühle, meinte Studienautor Ralf Bochert. «Gerade über das Autokennzeichen und die damit verbundene Individualität ist ein Identitätsbezug gegeben, der vielen Menschen wichtig ist.» 

Bundesweit sind laut den Zahlen der Hochschule Heilbronn fast 7 Millionen Autos, Motorräder und Hänger mit den 336 reaktivierten «Heimatkennzeichen» zugelassen worden. Nach dem Willen des Bundesrats könnte es bald noch kleinteiliger zugehen, wenn weitere Kommunen mit mindestens 20.000 Einwohnern eigene Kennzeichen ausgeben. Das hat die Länderkammer auf Antrag Hessens und Niedersachsens beschlossen und zur Umsetzung an die Bundesregierung weitergegeben. Ob und wann diese den Vorschlag umsetzt, ist bislang nicht bekannt.

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