Bei der Bundestagswahl am 23. Februar dürfen in Berlin 18 Parteien mit Landeslisten antreten, sechs weniger als 2021. Das entschied der Landeswahlausschuss. Die Listen von sieben kleineren Parteien ließ das Gremium nicht zu. Darunter sind die Piratenpartei, die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und die konservative Werteunion, deren Bundesvorsitzender der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist.
Als Grund wurde unter anderem angeführt, dass mehrere der betroffenen Parteien nicht die nötige Zahl von jeweils 2.000 Unterstützerunterschriften von Berliner Wahlberechtigten erreichten. Schon länger hatten kleine Parteien davor gewarnt, dass diese Hürde bei der vorgezogenen Bundestagswahl wegen knapper Fristen sehr hoch sei. Parteien, die schon im Bundestag und im Abgeordnetenhaus vertreten sind, mussten die Unterschriften nicht beibringen.