Die AfD fordert nach der knappen Niederlage ihres parteilosen Kandidaten eine Wiederholung der Bürgermeister-Stichwahl in Bad Freienwalde. Brandenburgs Landeswahlleiter Josef Nußbaum wies massive Zweifel der AfD an der Briefwahl dagegen zurück. «Im Zuge der vergangenen Bürgermeisterwahlen liegen der Landeswahlleitung keine Hinweise auf Wahlmanipulationen vor», sagte Nußbaum der Deutschen Presse-Agentur. Das beurteilt die AfD anders und legte Wahleinspruch ein. Die Partei fordert grundsätzlich ein Ende der Briefwahl.
«Es sah so aus, als würden wir in Brandenburg den ersten AfD-Bürgermeister ins Amt bringen und dann kippte das Ergebnis nach der Auszählung der Briefwahl», sagte der Landesvorsitzende René Springer. «Schlussendlich waren es rund 160 Stimmen, die dazu geführt haben, dass die Gegenkandidatin sich durchgesetzt hat. Wir müssen jetzt im Nachgang feststellen, dass es massive Unregelmäßigkeiten gegeben hat bei der Briefwahl.» Der Landtagsabgeordnete Lars Günther, Ortsvorsitzender in Bad Freienwalde, sagte: «Die Stichwahl muss wiederholt werden.»