Einen Tag vor der Landtagswahl ist in Brandenburg der Wahlkampf zu Ende gegangen. Der CDU-Bundesvorsitzende Friedrich Merz betonte in Potsdam noch einmal Unterschiede zwischen seiner Partei und der AfD: «Sie widerspricht allem, was den Kern und die Seele unserer Partei ausmacht», sagte der designierte Unions-Kanzlerkandidat beim Wahlkampfabschluss der CDU. «Ja, wir wollen die Flüchtlinge und die Zahl der Asylbewerber begrenzen, aber wir tun das nicht mit einem ausländerfeindlichen Unterton.» Merz fügte hinzu: «Wir sind und wir müssen es bleiben: ein ausländerfreundliches Land.»
Die CDU sei patriotisch, aber nicht nationalistisch. «Der Unterschied zwischen Patrioten, die ihr Land lieben, und Nationalisten ist ganz einfach: Wir lieben unser Land. Nationalisten hassen alle anderen», sagte Merz. Bei der Wahl am Sonntag gehe es um die Frage, ob es künftig eine Regierung in der politischen Mitte in Brandenburg gebe. Viele Menschen teilten den Eindruck, dass es eine Chance gebe, «jetzt zu zeigen, dass in der demokratischen Mitte Regierungen gebildet werden können, ohne die, die sich AfD oder BSW nennen», sagte Merz. Der Verfassungsschutz in Brandenburg stuft die AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall und ihren Spitzenkandidaten Hans-Christoph Berndt als rechtsextrem ein.