Zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus will der Untersuchungsausschuss weitere Zeugen vernehmen. Nach dem Auftakt am Freitag vergangener Woche sollen diesmal die Vorgesetzten der bisherigen Befragten im Abgeordnetenhaus vernommen werden. «Wir werden die Befragungen nutzen, um die bisherigen Aussagen zu verifizieren und zu gucken, welche anderen Aspekte noch zutage kommen», kündigte die Ausschussvorsitzende Manuela Schmidt (Linke) an.
Der Ausschuss hat auf Antrag von Grünen und Linken im Landesparlament die Arbeit aufgenommen. Sie werfen dem früheren Kultursenator Joe Chialo (CDU) und seiner Nachfolgerin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) vor, Fördermittel nach unklaren Kriterien und auf Druck aus der CDU-Fraktion vergeben zu haben.