Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges haben Ukrainerinnen und Ukrainer in Brandenburg um weitere Unterstützung für ihr Land geworben. Mehr als 150 Menschen machten am Samstag in Potsdam bei einer Kundgebung des Vereins «Push-UA» mit, der zu Solidarität aufrief und für die bisherige Hilfe dankte. Ein Teilnehmer forderte, dass Deutschland die Marschflugkörper Taurus für den Abwehrkampf gegen Russland liefern müsse.
«Wir sind der Meinung, dass die Lieferung jetzt angesagt ist und in der Ukraine viele Leben retten kann», rief der Mann. Eine Frau sagte: «Wir wollen unser Land zurückbekommen und kämpfen.» Kanzler Olaf Scholz (SPD) beabsichtigt laut Regierungssprecher Steffen Hebestreit allerdings nicht, die Raketen zu liefern.
Mehrere Menschen standen in Ukraine-Fahnen gehüllt auf dem Platz in der Potsdamer Innenstadt. Manche Teilnehmer hielten Transparente hoch, auf einem stand: «Stoppt die Zerstörung meines Landes!» Die Veranstalter wandten sich in Ukrainisch und Deutsch an die Menge. Der Verein «Push-UA» wurde 2023 in Potsdam von Ukrainerinnen und Ukrainern gegründet.