Die Einführung einer Bezahlkarte für Asylbewerber löst in Brandenburg weiter politischen Streit über die Ausgestaltung aus. CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann warf den Grünen «immer neue Verhinderungsmanöver» vor. Integrations- und Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sieht noch Klärungsbedarf etwa bei der Begrenzung der Höhe für Bargeldabhebungen. Der Zeitpunkt für die Einführung hänge aber maßgeblich vom Ausschreibungsverfahren für die bundesweite Bezahlkarte ab, so Nonnemacher am Mittwoch auf Anfrage.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte sich seit längerem für eine Bezahlkarte starkgemacht. Ein Teil der staatlichen Leistungen für Asylbewerber soll künftig als Guthaben auf dieser Bezahlkarte bereitgestellt werden. Trotz des Kabinettsbeschlusses auf Bundesebene ist weiter unklar, wann die Regelung im Bundestag beschlossen wird.