Die letzte der sechs Landratswahlen in Brandenburg in diesem Jahr verspricht große Spannung. SPD-Amtsinhaber Ralf Reinhardt tritt bei der Stichwahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin an diesem Sonntag (28. Juni) gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt an. Würde Reinhardt gewinnen, ginge er in seine dritte Amtszeit. Bei einem Erfolg von Arndt würde die AfD erstmals einen Landrat in Brandenburg stellen.
Bislang gibt es mit Robert Sesselmann im Thüringer Kreis Sonneberg bundesweit nur einen Landrat von der AfD. In Sachsen-Anhalt rechnet sich am Sonntag ein weiterer AfD-Kandidat Chancen auf einen solchen Posten aus. Im Saalekreis in Sachsen-Anhalt tritt CDU-Kandidat Sven Czekalla in einer Stichwahl gegen den AfD-Bewerber Uwe Arendt an. Bei der ersten Wahl am 7. Juni hatte Arendt laut Landratsamt mit 43,26 Prozent die meisten Stimmen bekommen, die erforderliche Mehrheit aber verpasst.
Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin erhielt SPD-Amtsinhaber Reinhardt am 7. Juni im ersten Durchgang 34,7 Prozent der Stimmen. AfD-Kandidat Arndt bekam 30,3 Prozent. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Der parteilose Einzelbewerber Thomas Kresse kam auf 23,9 Prozent und Ronald Mundt von der Freien Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin auf 11,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,4 Prozent.