Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat zu ihrem Abschied aus dem Bundestag vor digitalen Einflussnahmen auf die Demokratie gewarnt. Sie habe die Bitte, «dass wir uns Wahlen nicht manipulieren lassen», sagte die 69-Jährige bei ihrer letzten Rede im Plenarsaal. Man dürfe nicht zulassen, dass der Besitzer der Plattform X, Elon Musk, mit 200 Millionen Followern und Algorithmen im Rücken «auch in Deutschland demnächst Wahlen manipuliert».
Künast mahnte außerdem, im Bundestag «einen Ton vorzulegen, der unserer Vorbildfunktion gerecht wird». Sie wisse, dass sie selbst hart in der Sache sei. «Aber suchen Sie mal etwas, wo ich jemanden persönlich runtergemacht habe. Und das werden Sie nicht finden.» Dies sollte der Anspruch für alle sein.