Die Gefahr durch rechtsextreme Jugendorganisationen nimmt in Brandenburg nach Angaben von Innenminister Jan Redmann zu. «Von diesen Gruppen geht ein erhebliches Gewaltpotenzial aus», sagte Redmann im Innenausschuss des Landtags. «Dieses Phänomen der Neuen Rechten ist zahlenmäßig (...) einfach eine Größenordnung, die inzwischen ein erhebliches Risiko für die innere Sicherheit in Brandenburg geworden ist.»
Der Minister sieht darin «ein zunehmendes Problem in Brandenburg». Diese Gruppen hätten sich zum Ziel gesetzt, bei Veranstaltungen wie Christopher Street Days (CSD) auch Personen anzugreifen, sagte Redmann. «Wir müssen in diesem Kontext feststellen, dass wir mehrere solche Gruppen haben.» Die CSDs sollen an die Rechte queerer Menschen erinnern. Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen oder diejenigen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen von Geschlecht und Sexualität identifizieren.