Die geplante rot-schwarze Koalition hat nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Jan Philipp Thomeczek gute Chancen für eine erfolgreiche Amtszeit - auch im Kampf gegen die AfD. «Wenn man geräuschlos regieren kann, das, was man sich vorgenommen hat - es ist ja auch nicht so extrem viel - umsetzen kann, sehe ich keinen Grund, warum das nicht funktionieren soll», sagte der Forscher an der Universität Potsdam.
Offen sei aber, ob es bis zur nächsten Brandenburger Landtagswahl 2029 in anderen Bundesländern eine erste Regierungsteilnahme der AfD gebe. «Vielleicht hat sie sich dann entzaubert oder "geliefert" - das würde massiv auf Brandenburg abfärben.»
SPD und CDU stehen nach dem Bruch der bundesweit einzigen SPD/BSW-Koalition vor einem Bündnis. SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke und CDU-Landeschef Jan Redmann sehen es als größte Herausforderung an, Demokratie und Freiheit gegen Extremismus zu schützen. Das gilt als Kampfansage gegen die AfD, die Brandenburgs Verfassungsschutz als rechtsextremistisch einstuft und die 2029 an die Macht will.