Der Verfassungsschutz in Brandenburg wirft der AfD eine Radikalisierung vor und stuft sie als vierten Landesverband in Deutschland als gesichert rechtsextremistisch ein. Ihr politischer Kurs sei gegen die Menschenwürde, die Demokratie und den Rechtsstaat gerichtet - daran hat Innenminister René Wilke (parteilos) in Potsdam keinen Zweifel. Die in einem Gutachten gesammelten Erkenntnisse des Verfassungsschutzes hat er nun öffentlich gemacht. Zuvor war die AfD in Brandenburg noch als Verdachtsfall eingestuft worden.
Der Fall ist wegen der juristischen Auseinandersetzung gewissermaßen in der Schwebe. Die AfD klagt gegen die Einstufung, eine Gerichtsentscheidung steht noch aus. Auch die AfD-Bundespartei wurde Anfang Mai als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Dagegen geht die AfD ebenfalls juristisch vor. Bis zu einer Gerichtsentscheidung in dieser Sache hat das Bundesamt für Verfassungsschutz die Höherstufung daher wieder auf Eis gelegt.