Brandenburgs Innenminister René Wilke sieht angesichts des Brandanschlags auf dem Grundstück des Antisemitismus-Beauftragten eine neue Stufe der Bedrohung erreicht. Der oder die Täter hätten in Kauf genommen, dass noch Schlimmeres hätte passieren können, sagte der SPD-Politiker am Nachmittag im Innenausschuss des Landtages.
Auf dem Grundstück des Beauftragten gegen Antisemitismus, Andreas Büttner (Linke), war am Sonntagmorgen in Templin (Uckermark) ein Brandanschlag verübt und ein Symbol der palästinensische Terrororganisation Hamas angebracht worden. Ein Schuppen brannte, er sei 4 bis 5 Meter vom Wohnhaus der Familie entfernt gewesen, sagte Wilke. Ein Überspringen der Flammen sei nicht undenkbar gewesen.
Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt, setzte eine Belohnung von 10.000 Euro aus und hofft auf Zeugenhinweise. Zudem ging ein Drohbrief an Büttner im Landtag in Potsdam ein. Die Substanz darin stellte sich als ungefährliche Asche heraus.