Nach der Abwahl von Stefan Gelbhaar als Pankower Direktkandidat der Grünen für die Bundestagswahl hofft die Landesspitze der Partei auf ruhigeres Fahrwasser. Mit der Nominierung der Landespolitikerin Julia Schneider anstelle von Gelbhaar habe der Kreisverband einen entscheidenden Schritt getan, um im Bundestagswahlkampf nach vorn zu schauen, erklärten die Grünen-Landesvorsitzenden Nina Stahr und Philmon Ghirmai auf dpa-Anfrage. «Nun kann sich der Kreisverband wieder mit voller Kraft dem Gewinn des Direktmandats widmen.»
Bei einer Wahlversammlung der Pankower Grünen am Mittwochabend hatte sich Schneider, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus ist, klar mit 74,3 Prozent gegen Gelbhaar und einen weiteren Kandidaten von der Parteibasis durchgesetzt. Auf die Politikerin entfielen 269 Stimmen, auf Gelbhaar 127 und auf Reginald Grünenberg 7, wobei die Anwesenden auch für mehrere Kandidaten stimmen konnten und das zum Teil auch taten.