Die Klagen über mangelnde Sauberkeit beim Landesamt für Einwanderung (LEA) in Berlin-Moabit werden lauter. «Ich kann bestätigen, dass es am Hauptstandort des Landesamtes für Einwanderung am Friedrich-Krause-Ufer seit mehreren Jahren zu massiven Problemen bei der Reinigung kommt», sagte ein Sprecher des LEA auf dpa-Anfrage. Das Thema sei immer wieder Diskussionspunkt bei den Personalversammlungen.
Es geht unter anderem um verdreckte Toiletten, kaputte Klobrillen und Waschbecken, Schmutz an den Fliesen oder überquellende Mülleimer, wie entsprechende Fotos zeigen. Seit 2024 werde das Problem regelmäßig zwischen den Verantwortlichen in der Behörde, der für die Vermietung und auch für die Sauberkeit des Gebäudes verantwortlichen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und den Beschäftigtenvertretungen erörtert, so der LEA-Sprecher.
Noch deutlicher äußerte sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, die unter anderem auch LEA-Mitarbeiter vertritt. Die Zustände dort seien eine echte Frechheit, kritisierte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. «Wir erwarten, dass Berlins Politik hier endlich tätig wird.» Jendro bewertet die Reinigungsleistung als «desaströs».