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Berlin: Reinigungsmängel am Landesamt für Einwanderung in Moabit

Berlin: Reinigungsmängel am Landesamt für Einwanderung in Moabit
Das Landesamt für Einwanderung in Berlin-Moabit steht wegen unzureichender Reinigung etwa der Toiletten in der Kritik. (Archivbild) / Foto: Joerg Carstensen/dpa
Von: DieBrandenburger News
Verdreckte Toiletten, kaputte Klobrillen, überquellende Mülleimer: Beim Landesamt für Einwanderung in Moabit gibt es Klagen über Probleme bei der Sauberkeit. Nicht nur die Gewerkschaft ist besorgt.

Die Klagen über mangelnde Sauberkeit beim Landesamt für Einwanderung (LEA) in Berlin-Moabit werden lauter. «Ich kann bestätigen, dass es am Hauptstandort des Landesamtes für Einwanderung am Friedrich-Krause-Ufer seit mehreren Jahren zu massiven Problemen bei der Reinigung kommt», sagte ein Sprecher des LEA auf dpa-Anfrage. Das Thema sei immer wieder Diskussionspunkt bei den Personalversammlungen.

Es geht unter anderem um verdreckte Toiletten, kaputte Klobrillen und Waschbecken, Schmutz an den Fliesen oder überquellende Mülleimer, wie entsprechende Fotos zeigen. Seit 2024 werde das Problem regelmäßig zwischen den Verantwortlichen in der Behörde, der für die Vermietung und auch für die Sauberkeit des Gebäudes verantwortlichen Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und den Beschäftigtenvertretungen erörtert, so der LEA-Sprecher. 

Noch deutlicher äußerte sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, die unter anderem auch LEA-Mitarbeiter vertritt. Die Zustände dort seien eine echte Frechheit, kritisierte GdP-Sprecher Benjamin Jendro. «Wir erwarten, dass Berlins Politik hier endlich tätig wird.» Jendro bewertet die Reinigungsleistung als «desaströs». 

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Gewerkschaft warnt vor Gesundheitsgefahren

«Es ist seit Langem bekannt, dass das Friedrich-Krause-Ufer mehr und mehr zum Drecksloch verkommt, in welchem unsere Kolleginnen und Kollegen mittlerweile Gesundheitsgefahren ausgesetzt sind», so der GdP-Sprecher. Der Arbeitsschutz werde massiv ignoriert. 

Wenn Böden nicht gereinigt und Mülleimer nicht geleert, kein Klopapier nachgefüllt und die Toiletten nicht gereinigt würden, sei das eklig und gesundheitsgefährdend. 

Die Berliner Immobilienmanagement GmbH teilte auf dpa-Anfrage mit: «Die geschilderten Zustände im Landeseinwanderungsamt am Standort Friedrich-Krause-Ufer 24 nehmen wir sehr ernst.» Sauberkeit, Hygiene und Arbeitsschutz hätten für sie höchste Priorität, insbesondere in einer so stark frequentierten öffentlichen Liegenschaft.

«Gemeinsam mit dem Nutzer vor Ort und den beauftragten Dienstleistern arbeiten wir daran, spürbare Verbesserungen vor Ort zu erreichen», so die BIM weiter. «Die Hinweise der GdP prüfen wir umgehend. Sollte es erforderlich sein, werden wir bestehende Strukturen und Aufträge kritisch überprüfen.»

Gewerkschaft fordert generelles Umdenken

Die GdP forderte umgehende Verbesserungen und ein generelles Umdenken: Bei der Reinigung sollte das Land Berlin wieder eigenes Personal anstellen und nicht auf Externe zurückgreifen, lautet die Empfehlung der Gewerkschaft. Die Senatsverwaltung für Inneres kommentierte die Kritik auf Anfrage nicht. 

Der LEA-Sprecher betonte, auch ein Wechsel der Reinigungsfirma und ständige Meldungen an die BIM über Missstände wie fehlendes Toilettenpapier und Seife, Kloakengerüche in den Toiletten oder vermüllte Wartebereiche hätten nur kurzfristig zu Verbesserungen geführt. «In Summe verschlechtert sich der Zustand sogar.» Die Behörde sei dankbar, dass die Innenverwaltung als Dienstaufsicht bei der Geschäftsführung der BIM um zeitnahe Abhilfe gebeten habe.

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