Als Zohran Mamdani im November die Wahl zum New Yorker Bürgermeister gewann, wurde die Metropole ein weiteres Mal zum Sehnsuchtsort. Nicht wegen Broadway, Wolkenkratzern und American Dream - sondern wegen eines erfolgreichen Wahlkampfes mit ambitionierten sozialpolitischen Versprechen. «Wenn ein Linker in New York gewinnen kann, dann genauso gut in Berlin», kommentierte die Spitzenkandidatin der Linken in der deutschen Hauptstadt, Elif Eralp, das Ergebnis. New York, eine der teuersten Städte der Welt, soll Vorbild für Berlin sein?
Wohnungsnot, steigende Mieten und Lebenshaltungskosten - beide Städte ächzen unter ähnlichen Problemen, wenn auch in einem unterschiedlichen Ausmaß. Mamdani warb für «Eine Stadt, die du dir leisten kannst», die Linke will «Berlin bezahlbar machen», sollte sie ins Rote Rathaus einziehen. Laut den jüngsten Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl am 20. September in der Hauptstadt liegt die Partei auf den vorderen Plätzen. Die Chancen auf eine Mehrheit für ein Bündnis mit Grünen und SPD sind durchaus realistisch.