Der designierte Alterspräsident Reinhard Simon ruft zu mehr Offenheit und Respekt im Brandenburger Landtag auf und lehnt eine Ausgrenzung der AfD ab. «Brandmauern nützen uns nicht, wenn es doch stets um die in der Sache gern harte, aber fachliche und faire Auseinandersetzung gehen sollte», sagte der Abgeordnete vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) der Deutschen Presse-Agentur. «Ein ideales Parlament sollte in der Lage sein, die Kunst des Zuhörens der Argumente zu trainieren und weniger die Meinungen anderer mit Buh-Rufen zu begleiten.
Der BSW-Abgeordnete wird die konstituierende Sitzung am Donnerstag eröffnen. Der ehemalige Intendant der Uckermärkischen Bühnen in Schwedt wendet sich - auch mit Blick auf die Frage des Umgangs mit der AfD - gegen Ausgrenzung. Simon verwies auf das Zitat der Kommunistenführerin Rosa Luxemburg: «Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden». «Davon sollten wir uns eine Scheibe abschneiden», sagte Simon. BSW-Landeschef Robert Crumbach will nicht mit der AfD zusammenarbeiten, hat aber deutlich gemacht, dass das BSW zustimmen wird, wenn es einen Antrag der AfD «in der Sache» für richtig hält.